Green Potsdam

Grüne Nachverdichtung im Herzen Potsdams

Im Rahmen der historisierenden Baumaßnahmen und Planungen zum Zentrum Potsdams um das neue/alte Schloss kann man den Eindruck bekommen, dass die tradierte Stadt im reinen Bezug auf sich selbst verharrt und außer ihrer Geschichte nichts mehr kommuniziert.  Nach außen hin mangelt es primär an zeitgemäßen Aufenthaltsqualitäten und nachvollziehbarer Wegeführung. Für die fehlende interne Verständigung sind allerdings die unabhängig voneinander entstandenen Szenerien verantwortlich. Quartiere ohne jeglichen Zusammenhang untereinander lassen die Stadt wie ein lückenhaftes Puzzle erscheinen.

Es fehlt an einer Zusammengehörigkeit stiftenden Identität.

Um eine Einheit herzustellen, werden Lücken gefüllt und Zusammenhänge geschaffen. Vor dem Bahnhof entsteht ein neues Wohn- und Arbeitsviertel und der Bestand wird wirksam nachverdichtet. Hierbei werden durch gebietsspezifische Bearbeitung, wie architektonische Gestaltung und Umgang mit dem Außenraum, verbindende Identitäten geschaffen.  Jedes der auf diese Weise entstandenen Quartiere erhält am Wasser einen zentralen Ort für Aufenthalt und verschiedene Freizeitaktivitäten. Die so entstandenen  Plätze werten nicht nur die einzelnen Viertel auf, sondern stehen auch untereinander in verschiedener Hinsicht in Beziehung. So wird etwa eine ähnliche architektonische Sprache mit Wiedererkennungswert angewandt. Vor allem aber stehen sie sowohl durch Sichtbeziehungen als auch leicht zu findende Fuß- und Radwege am Ufer sowie Wassertaxen in Verbindung.

Das so generierte Netzwerk verknüpft neue und aufgewertete  bereits vorhandene Quartiere über die Havel hinweg miteinander und stellt die Orientierung in Potsdam wieder her.  Dem historisierten  Stadtbezirk wird über eine Achse vom Bahnhof entlang des neuen Quartiers über die Freundschaftsinsel durch die Bogengänge des Hotel Barberini der gewünschte Auftritt gewährleistet.

© 2019 by Philipp Specht

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